Die Einsamkeit ist inzwischen zu einem festen Bestandteil des öffentlichen Diskurses geworden. Als gesellschaftliche Herausforderung betrifft sie auch Gruppen, die dabei häufig übersehen werden, darunter Mütter. Vor diesem Hintergrund entwickelt die vorliegende Bachelorarbeit von Angelina Schell ein vibrotaktiles Wearable, das haptische Signale ausgibt, wenn sich Personen mit ähnlichen Interessen in räumlicher Nähe befinden. Ziel ist es, soziale Hemmschwellen beim ersten Kontakt abzubauen und Begegnungen im Alltag zu erleichtern.
Die theoretische Grundlage bilden Ansätze der Einsamkeitsforschung, Hartmut Rosas Resonanztheorie sowie das Feld der Affective Haptics. Auf dieser Basis werden Designprinzipien abgeleitet, die die Integration multimodaler Wearables in soziale Kontexte ermöglichen. Methodisch verbindet die Arbeit eine Online-Umfrage zur Akzeptanz sozialer Wearables mit Haptiktests an funktionalen Prototypen zur Entwicklung „positiver“ Vibrationsmuster sowie Materialstudien. Daraus entsteht das Konzept eines nicht stigmatisierenden Armband-Wearables, das haptische und visuelle Komponenten in einem multimodalen System zusammenführt.


